Die Hoffnung im Kopf des Esels


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Wahlen sind die Mohrrübe, die vor dem Kopf des Esels hin und her baumelt, mit dem man den Bürger um den Demokratiebrunnen laufen läßt. Er läuft und schöpft und läuft und schöpft, bis jemand abends nach getaner Arbeit die Mohrrübe unter den resignierten Blicken des Esels beiseitelegt und sich am nächsten Tag das Spiel wiederholt.

Aber der Esel wäre keiner, schöpfte er neben dem Brunnenwasser nicht auch immer wieder neue Hoffnung, eines Tages schneller als die Mohrrübe zu sein.

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12 Antworten to “Die Hoffnung im Kopf des Esels”

  1. Hessenhenker Says:

    Die 14.000 € monatlich, die eine wie die Hinz im Bundestag kassiert hat, wäre für mich ganz persönlich die Wiedergutmachung angerichteter Schäden.

    Aber dazu bräuchte es schon einer Lotterie, die Abgeordnetensitze zuteilt.

    Sobald eine Protestpartei nämlich dien 5 % schafft, wird sie von SPD/CDU/FDP-Mitgliedern überrannt, die natürlich alle zuerst nominiert werden müssen.

    Leute wie Du und ich werden nur zum Zettelverteilen und nicht enden wollenden Beifall spenden gebraucht.
    Nein Danke.

  2. vitzli Says:

    wir sollten unsere lebensläufe auch fälschen und uns zu ausbildungslosen durchgegenderten drogenheinis machen, die früher steine schmissen und diktatorentelegramme versandten.

    dann klappt´s auch mit dem gut dotierten volksverrätermandat,lol.

  3. Hessenhenker Says:

    Jetzt, wo Du’s sagst:
    ich hab auch schon monatelang Niemanden mehr durchgegendert.

  4. Tante Lisa Says:

    Das hier sagt doch schon alles über unseren gegenwärtigen Zustand.

    Dazu der Tageskommentar zum 7. September 2016 von Herrn Michael Peter Winkler aus dem (noch) beschaulichen Würzburg, erster Absatz von insgesamt drei Absätzen:

    Deutschland löst nach Prognose des Ifo-Instituts in diesem Jahr China als Land mit dem weltweit größten Exportüberschuß ab.

    Der deutsche Leistungsbilanzüberschuß summiere sich 2016 voraussichtlich auf 310 Milliarden US-Dollar, sagte Ifo-Experte Christian Grimme.

    China dürfte in diesem Jahr einen Überschuß von etwa 260 Milliarden Dollar aufweisen.

    Auf Rang drei folgt Japan mit rund 170 Milliarden Dollar.

    Womöglich sollen wir diese Zahlen toll finden, doch in Wirklichkeit sind sie eine Katastrophe. Rechnen wir die Industrie-Arbeitsstunde zu 25 Euro / 31 Dollar, so haben wir zehn Milliarden Arbeitsstunden exportiert, mithin die komplette Arbeitsleistung von sechs Millionen Menschen.

    Bekommen haben wir dafür grüne Krätze, wertloses Papiergeld. Papiergeld, für das wir nichts kaufen können, denn sonst wären die Importe höher.

    Übersetzen möchte ich die Prognose des ifo-Instituts wiefolgt: Sechs Millionen Arbeitssklaven in Deutschland haben Tribute für den Rest der Welt abgeliefert.

  5. Gucker Says:

    Vorbild für Deutschland!

    „FPÖ will freiwillige „Gutmenschen- Abgabe“

    „All jene, die sich mit ‚Refugees Welcome‘- Rufen gegenseitig überboten haben bzw. noch immer überbieten, sollen künftig eine freiwillige Gutmenschen- Abgabe leisten“,

    -http://www.krone.at/oesterreich/fpoe-will-freiwillige-gutmenschen-abgabe-skurrile-forderung-story-528457

    Ja wohl, nimmt dieser Räuberbande das Geld ab.

  6. Tante Lisa Says:

    Recht unterhaltsame Beiträge im Strang von Karl Eduards Artikel :-)

    Unser Kurs ist richtig

    https://karleduardskanal.wordpress.com/2016/09/06/unser-kurs-ist-richtig/#comment-18856

  7. jot.ell. Says:

    winkler ist im tageskommentar vom 8. Sept. äußerst treffsicher ,was Frau Sauer betrifft. und vitz meckert wie üblich gegen Wahlen, also ich amüsiere mich köstlich über den aufgeregten Hühnerhof. die Etablierten sehen ihre Pfründen dahinschmelzen, schon an sich ein Wert von Wahlen und mehr als ein Bund KaROTTEN:

  8. Frankstein Says:

    Tante Lisa, das ist mal echt etwas Greifbares, das versteht eigentlich jeder. Noch deutlicher wäre= jeder Vollzeitbeschäftigte- also jeder Malocher-, muß vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember das Weltklo leeren, nachdem er schon vom 1. Mai bis zum 30.September das Fressen der unnützen Scheißer in Deutschland und der Welt bezahlt hat. Einzig am Wahltag hatte er Ausgang, um sich zu kreuzigen. Nicht verwunderlich, das einige fordern, alle mögen den Wahltag nutzen. Sonst wir einem ja nichts gegönnt. Bei der kommenden NS-Wahl wähle ich AfD, vielleicht reicht mein Erarbeitetes dann im nächsten Jahr bis zum 15. Mai.

  9. Frankstein Says:

    Das Pfeifen im Kopf des Schweines.
    Ich ließ mich schon verschiedendlich über die zerebrale Nutzung unserer Gehirne aus. Bekanntlich sind 90% bewußt nicht nutzbar. Was die treiben, ist gänzlich unbekannt.
    Nun wir in der Medizin die Zunahme eines Phänomens diskutiert, das unter dem Sammelbegriff Tinnitus zusammengefasst ist. Wo früher noch Glaube, Liebe, Hoffnung die Stille im Gehirn überdeckte, herrscht jetzt ein ständiger Pfeifton. Einige Esoteriker behaupten, dies wäre der Ruf der Mutter Erde, einige Schweine glauben, es rufe doch ein Schwein an ( tatsächlich aber ruft kein Schwein an!). Ich vermute, es sind unsere- im Hintergrund agierenden- Neuronen, die uns vergeblich zurufen = hasch mich, fang mich, knuddel mich ! Und ja, benutze mich und quäle mich. Die Allermeisten jedoch wollen sich und auch andere nicht quälen und suchen Ablenkung in der Jagd auf Möhren und Pokemon-Monster. Das Pfeifen aber kommt wieder, wenn der Tag geht und wird immer aufdringlicher.
    Bis eines fernen Tages die Ansage kommt “ unter dieser Nummer kein Anschluss mehr!“
    Was verschämt verdeckt, dass nie ein Anschluss bestand.

  10. Hessenhenker Says:

    Anschluß ist aber Autobahn.

  11. Tante Lisa Says:

    Werter Frankenstein,

    Du führtest ja bereits an, daß es durchaus sinnvoll ist, hie wie da die eine oder andere Passage, passend zum Thema, wiederzugeben :-)

  12. Frankstein Says:

    Tante Lisa, wir müssen ja Vitzli bei Laune halten, sonst verzweifelt er, weil er die Durchsagen hört, aber nie den Bahnsteigsprecher zu fassen kriegt. Der doch immer die Züge nach Nigendwo ankündigt, aber nie in Vitzlis alte Heimat.

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