Heute sehr tief tauchen in den Abgründen des Intellekts … ich habe mir einen SPIEGEL gekauft!


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wovears

Hat Geld für Qualitätspresse ausgegeben

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Vor ein paar Tagen ritt mich der Teufel und ich habe es (mir an-) getan: nach langen Jahren einen nagelneuen (nein, nicht beim Gebrauchtphrasenhändler) SPIEGEL gekauft, den ich früher, ist schon ewig her, lange Jahre abonniert hatte (weswegen ich weiß, wie schwer es ist, von liebgewonnen dummen Angewohnheiten Abschied zu nehmen).

Nicht, daß ich irgendetwas etwas erwartet hätte. Aber das Niwo ist seitdem mittlerweile noch mehr abgestürzt, in Tiefen, in die bislang sonst kaum ein Gedankentaucher ohne lachgasversüßten Sauerstoff hätte vordringen können.  In diesem von Detsen und anderen hergestellten Presseprodukt völliger gedanklicher Verwahrlosung findet nicht einmal ein blindes Huhn noch einen Korn.

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Ein erstes oberflächliches Durchblättern läßt mich auf die formal durchaus sauber aufgereihten Buchstaben unter der Überschrift stoßen,

„Warum steigen die Steuereinnahmen unaufhörlich?“.

Ich erhöhe die Sauerstoffzufuhr ein wenig, Böses ahnend!

Ein unbedarftes Naivchen wie ich würde jetzt annehmen, ja, weil die eben mehr Steuern einnehmen, entweder durch immer höhere Steuern oder durch immer höher ansteigende Bemessungsgrundlagen. Was denn sonst? Und weil der raffgierige Staat keine Ruhe gibt und immer mehr haben will, um immer mehr zum Fenster rauszuschmeißen!

Da ist man aber sehr dumm! Sicher lacht der schreibende Qualitätsjournalist jetzt etwas über so viel Naivität.

Der Artikel unter dieser sinnreichen Überschrift befasst sich nämlich ausschließlich mit der wirklichen Wahrheit und der vorsichtigen Vorsicht der Steuerschätzer beim vorsichtigen Steuerschätzen, die immer zu niedrig schätzen.  Man fällt um und denkt, aha, so ist das also. Die Druckerschwärze verklebt derweil die grauen Zellen, das Lachgas sucht das Weite in den schwarzen Löchern.

Mit keinem Wort wird die unaufhaltsame Raffgier des Staates erwähnt, nein, die stets zu vorsichtigen Schätzungen der Schätzer sind schuld!

Hier kräuselt sich einem schon das Gedärm. Es droht aber Rettung: Sobald die Konjuktur einbricht, werden die Schätzer gezwungen, die Zahlen wieder nach unten zu korrigieren. Oh Gott! Warum bin ich keine Küchenschabe? Die liest bestenfalls die Kleinanzeigen im regionalen Küchenschabenblatt.

Aber dann wird in einem Quali-Sahnehäubchen-Satz noch ausgeführt, daß die Unternehmen die Steuervorauszahlungen“freiwillig“ zahlen, nämlich „freiwillig mehr als geschätzt“.

Da schlägt der Blinddarm einen Purzelbaum und verursacht einen doppelten Rittberger m Karton!

Wie kann man so einen vollverblödeten Mist schreiben?

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Aber gut, ein zweiter Versuch. Ich blättere weiter.

Im nächsten mich ansprechenden Artikel unter der schön formulierten Überschrift:

Muslime wie wir

geht es um ein ökonomisch abkackendes USA-Kaff, dessen politische Leitung in unendlicher Weisheit ausgerechnet in Saudi Arabien neue Wohninteressenten angeworben hat, die auch tatsächlich kamen: reiche Arabersöhne, die die geleerten Hörsäle der örtlichen Uni und die Kassen der Geschäfte mit ihren Gaben füllten, und schön reichlich Umsatz machten.

Das gab offenbar böses Blut bei der eher weniger reichen einheimischen Bevölkerung, die sich eben nicht eben mal einen der begehrten Ford Mustangs kaufen konnten.  Es gab häßliche Drohbriefe, Einbrüche, deren Opfer natürlich die arabischen Prinzen waren. Ob es Konkurrenzprobleme bei der generationstechnisch anstehenden Bewerbung der Damenwelt gab, stand nicht in dem Artikel, ist aber eigentlich leicht vorstellbar.

Das ging eine Weile so, Drohbrief hier, Einbruch da, man sieht, Multikulti funzt eben nicht überall so wunderschön wie bei uns, wo Moslems und Christen und grüne Schwule täglich Hand in Hand den fröhlichen Eiertanz absolvieren und den Integrationstango stemmen, aber dann hatten die Ölscheichs irgendwann genug von den Klagen der Erbprinzen und sie drohten dem Bürgermeister an, die – für einige – profitable Studentenflut aus dem Land der Freitagshinrichtungen zu stoppen.

Prompt wachte der örtliche BüMei auf und veranstaltete ein schönes Volksfest mit Musik, Hamburgern, grillenden Polizeichefs und Indianertänzen („Es sind Schoschonen.“ – DAS ist offenbar wichtig. Vermutlich hätte es sonst nicht funktioniert). Unter seinem Portrait wird der BüMei mit den Worten zitiert: „Na, geht doch!“

Der nicht ganz vernebelte Leser fragt sich natürlich, „WAS“ geht doch?

Welche Probleme mit diesem Volksfest mit lustigen Indianertänzen gelöst wurden, bleibt völlig offen.

Während es in Saudi Arabien offenbar sexuell und alkoholistisch sehr locker und freizügig zugeht, weist der Spiegelbuchstabenzusammensteller gewichtig darauf hin, daß in dem amerikanischen Mormonenkaff nicht ordentlich gesoffen wird und vorehelicher Verkehr sehr selten ist.

Ja, denkt man sich, da kommen die lockeren Saudis als Bereicherung mit ihren lockeren Sitten gerade recht. Besonders witzig ist es, daß sich der ahnungslose Buchstabenwürger dann noch darüber lustig macht, daß die Amis vom Islam nix wissen (während in der Spiegelredaktion die islamischen Rechtsgelehrten nur so herumwimmeln und gerne mal von einem milden Islam ohne Schariah – also ohne das islamische Wertesystem  – herumfaseln).

Dem Spiegel reicht es, dem gebildeten spiegelleser (die Kleinschrift ist meiner Verachtung dieser Sorte stolzer Bildungsidioten geschuldet) zu signalisieren: „Da kommen Araber, man macht ein bischen Volksfest und dann klappt das auch! Ein bischen guter Wille und dann „geht´s doch!“.

„Muslime wie wir?“

Das ist kein Altpapier, das ist vor Dummheit strahlender Sondermüll!

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Was der multikultibesoffene tumbe Spiegelleser natürlich nicht erkennen will, ist – u.a. -, daß die Saudis in dem Amikaff einen Riesenhaufen Geld für ihren Unterhalt mitbringen, während „unsere“ „Flüchtlinge“, also die millionen Invasoren hier, NICHTS mitbringen, sondern (die meisten auf Jahrzehnte) durchgefüttert werden müssen, da die industrielle Nachfrage nach Analphabeten, die einen ganz erheblichen Anteil zu vielen Hunderttausenden an dieser hereingewunkenen Masse ausmachen, und den vielen anderen kulturfremden und niedriggebildeten durchaus begrenzt ist.

 

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13 Antworten to “Heute sehr tief tauchen in den Abgründen des Intellekts … ich habe mir einen SPIEGEL gekauft!”

  1. Hessenhenker Says:

    Und damit ich nicht etwa denke, mein Schatz würde auch endlich mal ein Besuchsvisum bekommen, verkündet Seehofer das Ende der Willkommenskultur.

  2. Hessenhenker Says:

    „… ich habe mir einen SPIEGEL gekauft!“

    und, wer ist der/die/das Schönste im ganzen Land?

  3. vitzli Says:

    eine sehr schöne frage.

    ich gehe nach dem ausschlußprinzip vor!

  4. Notwende Says:

    Schön gefragt und auch gegendert. Respekt, Respekt!
    Wie geht’s dem Gasprojekt?
    Schon jemand in Mindanao angekommen?

  5. Hessenhenker Says:

    Aufgrund von Minuseinzahlungen auf das Krautfundingkonto besteht zur Zeit keine Gefahr.

  6. Andy Says:

    Hat dies auf Andreas Große rebloggt.

  7. PACKistaner Says:

    und, wer ist der/die/das Schönste im ganzen Land?

    ist leicht zu beantworten
    Die = Schönheit kommt von innen, die Merkel ohne Makel macht es sichtbar
    Der = dito – Stegner
    Das = wird deren Todesanzeige sein

  8. PACKistaner Says:

    Oder man vergibt alle drei Titel an die Augenweide voller innerer Anmut Paolo Pinkel, dessen Antlitz Gefühle in mir weckt, die nur durch lecken an Rauhfasertapete zu überbieten sind.

  9. Frankstein Says:

    Das gefällt mir, lecken an Rauhfasertapete. Das benutz ich jetzt auch mal. Öfter als Vitzli kauf ich ab und an mal Spiegel oder Focus.
    Um anfallende Leerzeiten im ansonsten ausgefüllten Alltag zu füllen.
    Zuletzt also vor drei Tagen den Focus und las (?) ihn innerhalb 2 Stunden- einschließlich der Nachrufe. Und ? Es ist überhaupt nichts hängen geblieben, nicht einmal mehr weiß ich das Titelthema. Doch irgendeine Zahl – 470.000 ! Nach den Berechnungen eines Institutes der Wirtschaft ist das der Betrag, den ein Intergrierter uns schuldig bleibt, in seinem oder meinem Leben und in Euro! Wenn WIR aber ALLE in gutbezahlte Jobs unterbringen, zahlt jeder 20.000 Euro in die Solidarkasse. Schlimm ist, ich habe vergessen, wo ich den Focus entsorgt habe. Wenn ich mir vorstelle, eine jung-naive Sozialtussi findet den ! Oder ein gewaltaffiner Choleriker. Die Folgen mag ich mir garnicht ausdenken. Bin ich mitschuldig, weil ich mit 3,90 Euro einen möglichen Bürgerkrieg mitfinanziert habe ? Ich habe schon eine ganze Weile den Geschmack von Rauhfasertapete auf der Zunge.

  10. Gucker Says:

    SPIEGEL? = BILD-Zeitung für Abiturienten.

    Bei BILD tropft Blut, bei Spiegel intelligent verpackte Lügen …

  11. PACKistaner Says:

    vitzli – bist du eigentlich Masochist?

  12. PACKistaner Says:

    für alle die etwas Gehaltvolleres als den Spiegel lesen möchten, wzB. Menuhins Buch auf deutsch

    -https://bumibahagia.com/2016/05/12/wahrheit-sagen-teufel-jagen-tell-the-truth-and-shame-the-devil-folge-2/

  13. ebbes Says:

    Packi,

    vielen Dank für den Link. Menuhin’s Buch hat einen unschätzbaren Wert.
    Deshalb hoffe ich sehr, daß wir es eines Tages in deutscher Übersetzung kaufen können.

    Sie wissen nur zu gut, daß es die Grabplatte sprengen würde. Das Buch ist Sprengstoff.

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