Colin Crouchs Postdemokratie – Ich rieche sie ….


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Heute stieß ich auf einen gewissen Colin Crouch, britischer Soziologe und Politikwissenschaftler. Einen oder den Entdecker der Postdemokratie. Nur kurz dazu:

WIKIDOOF:

2004 veröffentlichte Crouch das Werk Post-Democracy, 2008 auf Deutsch unter dem Titel Postdemokratie. Unter einem idealtypischen postdemokratischen politischen System versteht er „ein Gemeinwesen, in dem zwar nach wie vor Wahlen abgehalten werden, Wahlen, die sogar dazu führen, daß Regierungen ihren Abschied nehmen müssen, in dem allerdings konkurrierende Teams professioneller PR-Experten die öffentliche Debatte während der Wahlkämpfe so stark kontrollieren, daß sie zu einem reinen Spektakel verkommt, bei dem man nur über eine Reihe von Problemen diskutiert, die die Experten zuvor ausgewählt haben. Die Mehrheit der Bürger spielt dabei eine passive, schweigende, ja sogar apathische Rolle, sie reagieren nur auf die Signale die man ihnen gibt. Im Schatten dieser politischen Inszenierung wird die reale Politik hinter verschlossenen Türen gemacht: von gewählten Regierungen und Eliten, die vor allem die Interessen der Wirtschaft vertreten.“[3]

Zur Beruhigung der Massen werde eine Scheindemokratie als Showveranstaltung inszeniert.[4]

Interessant, denke ich, das ist ja fast ähnlich wie meine Ebenen 2 und 3. (Allerdings kam der – wenn auch als Berufsprofi – zugegebenerweise etwas früher, dafür aber auch scheinbar nur halb – drauf.)

Dann las ich ein paar Dinge über den schuldigen Neoliberalismus, über von ihm sog. Scheindemokratien in China und Russland und den (in Wahrheit von der volksverratenden Ratte im Auftrag herbeigewunkenen) „Einwanderungsdruck“.

Augenblicklich entstand in mir der Wunsch, ihn mal auf Sichtbarkeit zu überprüfen. Und tatsächlich: Es läßt sich leicht ein Nathan Crouch zu einer Rabbinerversammlung 1650 finden.

Oder diese:

But Jewish immigrants often modified foreign-sounding names or chose … Cooper, Cope, Copeland, Copland, Cove, Cripps, Crouch, Darley, …

Also ein sehr mutmaßlich Unsichtbarer!

Man erkennt die Unsichtbaren leicht an durchaus intelligent und kritisch geschriebenen Artikeln, die aber allesamt von DEM zentralen geschickt ablenken: die Macht der 40.

Crouchs Zukunftsvision ist vollkommen richtig, seine Ursachenanalyse ist völlig – aber erwartet – falsch. Und hier auf dem Blog glauben Vereinzelte immer noch an das selige Glück der Demokratie und fröhliche, Rettungsringe apportierende Walfische. Man möchte glauben: Ewig Gestrige von heute.

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Natürlich kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen, ob er einer ist. (vielleicht nach intensiverer Recherche). Aber einiges deutet darauf hin. Entscheidend aber (deswegen unterbleibt eine genauere Recherche) ist, daß seine Texte die wahren Ursachen im Interesse der Unsichtbaren verschleiern. Und es sind immer wieder die üblichen Verdächtigen, die sich solcher Methoden zum Schaden der jeweiligen Völker, zwischen denen sie leben, bedienen. Zuletzt sehr auffällig eine gewisse ebenfalls unsichtbare Kahane, die unverblümt fordert, den Osten bunt zu machen. (Wozu eigentlich? Zum Nutzen der Sachsen und Kollegen? Wie das?).

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17 Antworten to “Colin Crouchs Postdemokratie – Ich rieche sie ….”

  1. PACKistaner Says:

    „die reale Politik hinter verschlossenen Türen gemacht: von gewählten Regierungen und Eliten, die vor allem die Interessen der Wirtschaft vertreten.“

    Die Verschleierung erfolgt durch das Weglassen des Wörtchens „Finanz-„. Denn „die Wirtschaft“ bestimmt die Politik mitnichten. Diesem Denkfehler sitzen leider sehr viele auf.
    (u.a. auch killerbee, der sich zudem strikt weigert, nicht genehme Fakten zur Kenntnis zu nehmen, insbesondere wenn diese durch Nennung in einem schlichten Satz seinen gesamten Artikel zerschmettern und flugs gelöscht werden, was mich gelinde gesagt irritiert)
    Erst wenn die Konzerne zu Banken mutieren und somit aus Eigeninteresse am gleichen Strang wie 40 ziehen (Paradebeispiel Siemens), haben sie entscheidenden Einfluß auf die Politik.

  2. Hessenhenker Says:

    Es GIBT gefährliche Religionen.
    Zum Beispiel die hier: Margot Käßmann will dem Terror mit Liebe begegnen.
    Aber nicht persönlich.
    Wenn der linke Nachbar in die Luft gesprengt wird, hält sie den rechten auch noch hin!

  3. alphachamber Says:

    Henker,
    Klasse Kommentar. Perfekte Zusammenfassung der „Philosophie“ des Altruismus.
    Er ist in der Tat eine Religion: Er stützt sich ausschließlich auf Glauben, Emotionen, willkürliche Prämissen und Heilsversprechen und humanistischem „Mumbo-Jumbo“.
    Gründer des Altruismus (und der Soziologie) Auguste Comte, gab der Welt das Gesamt-Konzept des „Positivismus“, welcher in Brasilien zu einer tatsächlichen Religion ausartete. Seine Idee bekam sogar das Motto des Staates („Ordem e Progresso“ auf der Nationalflagge).

  4. Hessenhenker Says:

    @ alphachamber
    Na ja, der Kommentar kann noch optimiert werden . . .
    Ich fühle jedenfalls die von Käßmann und Co ausgehende Bedrohung.

  5. vitzli Says:

    packi,

    richtig, es ist in erster linie die finanz- (!) wirtschaft.

    der hinweis auf die wirtschaft allgemein ist exakt die (eine) VERNEBELUNGSTECHNIK, an der man die unsichtbaren leicht erkennt.

    denn auf den ersten blick scheint das richtig, die politik dient AUCH der wirtschaft allgemein. es verschleiert aber den blick auf die lenkung des ganzen (meine geliebten 40 mit ihren hochgerechneten 240 herztransplantationen – wenn man von brockenfeller ausgehen will).

    man soll den einfluß auch einfacher milliardäre aus der schuhwirtschaft oder der konfettiproduktion gar nicht leugnen. aber die LENKUNG des WESENTLICHEN obliegt alleine den 40.

    die löschpolitik von killerbee ist nur damit zu erklären, daß ein ziel verfolgt wird. das ziel scheint nicht zu sein, eine offene diskussion zu führen. es scheint daher auch nicht den zweck zu verfolgen, die wahren hintergründe zu erforschen. aber welche dann?

  6. vitzli Says:

    henker, 1607

    genial gesagt! und auch schön schwarzhumorig :-D

  7. Hessenhenker Says:

    Wenn ich einen Science-Fiction-Roman über Käßmann schreiben wollte, kämen da gläubige Würmer drin vor, die wie im Beispiel der Goa’uld im Hirn des Religionswirts sitzen und diesen steuern.

    Hat eigentlich von Euch mal jemand gesehen, wie jemand „a Hürn“ gegessen hat?
    Ähnlich eklig: „a Lüngerl“.
    Das Lüngerl sieht aus und riecht, daß man damit die Merkelpolitik beschreiben kann.

  8. vitzli Says:

    henker,

    hör mir auf mit würmern!

    ich les gerade nen thrillerroman, wo die jemand gezwungenermaßen gegessen hat. die sorte, die durch den körper und die eingeweide kriecht. der sadist von autor hat dann 1000 andere kapitel eingefügt, die man alle lesen muss, bis man da mehr erfährt. (zum schluß des fraglichen kapitels hat sie erzählt, daß er sich gerade hinter ihren augen befindet :-/

    die käsewürmer sind nichts dagegen :-(

    hirn schmeckt übrigens saugut! oder andere organe.

  9. alphachamber Says:

    Vitzli 0123,
    betr. KB.: Den Eindruck habe ich auch. Zu eingleisig und rigide. Es lassen sich keinerlei Axiome erkennen. Eher ein emotioneller Blitzableiter. Könnte gesteuert sein.

  10. vitzli Says:

    alpha.

    Comte war bekannt als arrogante, energische und mitreißende Persönlichkeit. 1826 erkrankte er und wurde in eine psychiatrische Heilanstalt eingewiesen, welche er jedoch wieder verließ, ohne kuriert worden zu sein. Im April 1827 misslang ihm ein Selbstmordversuch.
    Er heiratete Caroline Massin, eine ehemalige Prostituierte. Stabilisiert durch seine Ehefrau, konnte er wieder wissenschaftlich arbeiten und Vorlesungen halten.
    Seit April 1826 bis zu seiner Scheidung im Jahr 1842 veröffentlichte er sein Hauptwerk, die sechs Bände seines Cours de philosophie positive, basierend auf seinen Vorlesungen als Privatgelehrter.

    wikidoof

    er begann sein soziologiebegründendes hauptwerk, nachdem er als ungeheilt aus der psychiatrie (irrenanstalt) entlassen worden war. das hat was :-D

    wahrscheinlich war er manisch-depressiv. das SIND energische und mitreißende persönlichkeiten :-/

  11. vitzli Says:

    alpha,

    ich habe kb mal vor einigen jahren ganz offen auf einem (alten zwangsgelöschten) blog gefragt, ob er/sie für den verfassungsschutz arbeitet. damals frug er/sie mich – hypothetisch natürlich – , ob das schlimm wäre und ich antwortete nein.

    das war, BEVOR mir klar geworden war, daß verfassungsschutz eigentlich regierungsschutz bedeutet und nichts weiter.

    ich will nichts behaupten, was ich nicht weiß. aber ich schrieb damals, wenn ich ein schleppnetz für radikale auswerfen wollte, würde ich es genau so machen.

    es ist mir aber auch egal, ob oder ob nicht. es wäre aber eine erklärung für die etwas einseitige blogstrategie. vielleicht gibt es aber auch eine andere. was solls.

    ich will aber auch um gottes willen nichts behaupten. ich habe trotzdem eine menge von dem kb blog gelernt und wollte ihn nicht missen. nützliche informationen enthält er allemal. und er ist viel weiter als pi, mm und konsorten.

  12. alphachamber Says:

    Vitzli,
    gute Erklärung. Der Blog wirkt in einer „unpersönliche“ Weise (eine Art kalte Polemik, die aber emotionslos rüberkommt) befremdlich – fast als stünde ein Programm dahinter und keine Person. Aber die vielen Zensuren spräche gegen ausgelegte Köder. Aber, wie Sie sagen, liest man nur die nützlichen Infos.

  13. hotspot Says:

    RE: alpha, pack und co.

    „Und nun halte ich mich an den Rat des großen Charlie Chan: Man führt keine geistigen Duelle mit einem waffenlosen Mann.“

  14. alphachamber Says:

    Hottie: Bitte tun Sie das!!!
    Habe von Ihrem „Versprechen“ einen Screen-shot gemacht und gespeichert. (Jede zukünftige Antwort zu unseren Kommentaren bedeuted sonst, dass Sie eine prinzipienloser Charakterkrüppel sind). Danke, Charlie Chan! :-)

    Kann es noch kaum fassen, dass wir Sie los sind – hoffentlich geht Ihr Psychiater nicht in den Urlaub.

  15. PACKistaner Says:

    vitzli

    „und er ist viel weiter als pi, mm und konsorten.“
    Bezüglich MMNews muß ich vehement widersprechen. Der Mros hat die Zusammenhänge klar erkannt, sich in Interviews auch entsprechend geäußert und erleidete kürzlich einen schweren, knapp überlebten Unfall der ihn verstümmelte – ganz zufälligerweise.

  16. vitzli Says:

    packi, 1505

    ich meinte michael mannheimer mit mm

  17. PACKistaner Says:

    aso – ok

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