Neues aus Sumte: eine liegengelassene Flasche …


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Seit Weihnachten gibt es auf dem optimistischen Sumteblog offenbar nichts zu berichten.

Wir sind daher dankbar für den 3 Tage alten Bericht der DIE PRESSE“:

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Und natürlich galt es, zwischen Flüchtlingen und Bewohnern zu vermitteln. Vor allem, um Missverständnisse zu vermeiden. Nein, man darf nicht auf irgendeiner Wiese mit offenem Feuer grillen. Leere Flaschen lässt man auch nicht einfach herumliegen. Und dann war da noch ein Vater, der sein Kind auf den Rücken eines Pferdes setzte. Was der Besitzer der wertvollen Araberpferde nicht so gut fand. Aber all das ließ sich schnell regeln. „Füttern verboten“ steht nun an einem Zaun. Mittlerweile auch auf Arabisch.

Alles wunderbar, also? Bürgermeisterin Richter sieht es positiv. Sie freut sich darüber, dass im Lager viele Menschen aus der Gegend Arbeit gefunden haben. Und auch, dass die Flüchtlinge zum Teil schon in Kontakt mit Einheimischen stehen – sie betrieben etwa einen eigenen Stand auf dem Weihnachtsmarkt. „Bis jetzt war die Angst unbegründet“, sagt auch Dirk Hammer. Und doch hat sich etwas verändert. „Es gibt schon auch Spannungen, die das Dorf negativ geprägt haben.“ Es ist komplizierter geworden zwischen den Bewohnern. Es wird mehr gestritten: „102 Einwohner, 102 Meinungen.“

Immer, wenn die Spannung zu groß wird, gibt es ein Treffen beim Feuerwehrhaus, „quasi eine Therapiegruppe“. Dort rede man auch alles aus, so respektvoll, wie es nur geht. Und doch ist so manche zwischenmenschliche Beziehung wegen der Situation in die Brüche gegangen. „Das Problem gab es vorher nicht“, sagt Hammer. „Und ja, es belastet.“

DIE PRESSE

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Wer es versteht, zwischen den Zeilen zu lesen, der versteht. Beim Lesen des letzten Absatzes muss man nicht einmal zwischen den Zeilen lesen.

Was ist ein „Grillfeuer“ oder eine „liegengelassene Flasche“ gegen das Zerbrechen „mancher zwischenmenschlicher Beziehung“? Die wahren Probleme werden offenbar verharmlost:“Kindersitzen auf Pferderücken, har har, deswegen regen die sich auf!“. Und deswegen gehen Beziehungen kaputt?

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Hier mein Artikel vom 28.12.15:

https://vitzlisvierter.wordpress.com/2015/12/28/sumte-endlich-die-integration-klappt/

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18 Antworten to “Neues aus Sumte: eine liegengelassene Flasche …”

  1. diwini Says:

    Hat dies auf diwini's blog rebloggt.

  2. Roadrunner Says:

    Weil wir schon bei Flaschen und Abfällen sind:
    Die drängenden Probleme in diesem Land sind u.a. wie folgt:
    In unserem Landkreis gibt es die Broschüre „Abfälle richtig trennen“ jetzt auch in folgenden Sprachen: Englisch, Russisch, Persisch und ARABISCH.

    Ob das unsere „Fachkräfte“ besonders interessiert? Ich habe da so meine Zweifel. Die richtige Abfalltrennung erfordert ja fast einen Studiengang. Obwohl, es kommen ja lauter Diplomingenieure, Diplomchemiker, Atomphysiker etc ….
    Da kommt bestimmt demnächst ein Bericht von einem „Experten“ der uns glaubhaft versichert, daß die „Fachkräfte“ den Abfall besser trennen als die Deutschen!

  3. ebbes Says:

    Apropos Abfälle richtig trennen….

    Um vom WIRKLICH WICHTIGEN abzulenken – was ja auch hervorragend funktioniert – werden VÖLLIG BELANGLOSE Dinge hochstilisiert.

  4. vitzli Says:

    ganz vergessen:

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    Anmerkung der Redaktion:Wegen massiver Verstöße gegen unsere Forenregeln musste die Kommentarfunktion zu diesem Thema deaktiviert werden. Wir bedauern.

    („Die Presse“, Print-Ausgabe, 31.01.2016)

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    bei den interessanten artikeln muss leider immer die kommentarfunktion abgeschaltet werden.

    anscheinend kriegen sie die dampfende kacke anders nicht mehr unter den deckel …

  5. Cajus Pupus Says:

    Vitzli,

    das Abschalten der Kommentarfunktion liegt bei T-onlie auch regelmäßig an. Sobald ein „brisanter“ Bericht erscheint, sucht man vergebens die Kommentarfunktion. Dagegen steht dann eine Belehrung, dass man doch die Nettiquette ein halten sollte.

    Aber wo wir beim Mülltrennen sind! Gibt es auch große Müllbehälter wo die ganzen Flutschlinge eingemüllt werden können? Und wieviel Pfand gibt es für diese Dinger? Könnte man sich dabei die Rente aufbessern?

  6. ebbes Says:

    Ne Cajus, für den Flutlingsmüll kriegste nix, da zahlste höchstens drauf. Die will kein Mensch.

  7. Cajus Pupus Says:

    Ebbes, Du machst mich aber gar nicht froh. Ich muss schuften wie ein Stier, um die 7 Tage Woche rum zu kriegen. Dann wollte ich mal etwas dazu verdienen, weil die Rente eh knapp sind, geht das auch nicht mehr.

    mannoooh

  8. ebbes Says:

    Tut mir leid Cajus, daß ich dich soooo sehr enttäuschen muß. :-)

  9. Frankstein Says:

    Hatte ich erwähnt, dass es auf QQ einen Stamm-Kommentator gab ( oder auch noch gibt), der Hammer hieß ? Der kritischen Kommentatoren schon mal mit körperlicher Gewalt drohte ? Der Schelm betreibt wohl jetzt die Sumte-Seite und biegt sich seine Welt zurecht. Nach letztem Wissenstand arbeiten 3 Sumter als Lakaien in der Unterkunft. Hier in Bremen sind Einheimische nur als Putzkräfte beschäftigt. Alle qualifizierten Positionen werden von ortsfremden “ Unternehmern “ besetzt. Einer, ein abgehalfterter Amateurboxer hat sich vom 1-Mann-Betrieb zum mittelständischen Unternehmer emporgeschwungen. Wobei sein Name eindeutig auf jüdische Vorfahren verweist; und Hammer ist auch jüdisch. Die denken wirklich, wir wären alle bekloppt.

  10. vitzli Says:

    wenn man sumte herumguugelt, findet man nur propagandapresse.

    nirgendwo kommen bürger zu wort. betroffene also, abseits der medialen gehirnwäsche mit jubelbotschaften.

    wie mißtrauisch mich das macht ….

  11. Hansi Says:

    Frankstein Says: 2. Februar 2016 um 19:19

    „Einer, ein abgehalfterter Amateurboxer hat sich vom 1-Mann-Betrieb zum mittelständischen Unternehmer emporgeschwungen. Wobei sein Name eindeutig auf jüdische Vorfahren verweist; und Hammer ist auch jüdisch. Die denken wirklich, wir wären alle bekloppt.“

    Also bitte, ist doch eine primitive Denkweise, auf diesen Einzelfällen herumzureiten. Behauptet ein Hirni jedenfalls.

  12. Veit Says:

    Man kann wohl davon ausgehen, daß sich der Optimismus des Blogbetreibers mittlerweile etwas gelegt hat.

    „Und doch ist so manche zwischenmenschliche Beziehung wegen der Situation in die Brüche gegangen.“

    Ja, das ist sicherlich ganz im Sinne des Erfinders.

  13. Tyrion L. Says:

    Nun, in diesem Sumte-Kaff herrschen scheinbar beste Laborbedingungen. Der ländliche Raum sei überhaupt ein ideales „Integrations-Labor“:

    Berlin (AFP) – German villages and small towns could hold the key to socially integrating a mass influx of refugees who would in turn help revitalise dwindling rural populations, experts say.

    „The rural regions are a laboratory of integration,“ said Karl-Friedrich Thoene from the infrastructure and agriculture ministry of the eastern state of Thuringia.

    Unlike in densely populated big cities, „there can be no parallel societies in rural areas,“ he said. „The village community is the ideal chance for integration.“

    The lower cost of living, cheaper rents and tight-knit communities in the countryside are main „factors of success“ for integrating the newcomers, said Gudrun Kirchhoff, an expert on refugee issues at the German Institute of Urban Affairs.

    Social life in small communities is typically held together by clubs and associations in which most villagers take part, experts point out.

    Germany has taken in more than 1.5 million asylum seekers since 2014, from war-torn Syria to Balkan countries. On arrival, they are allocated accommodation across the country, with cities, towns and villages all expected to take their share.

    -http://news.yahoo.com/rural-germany-integration-laboratory-refugees-074655363.html

  14. Tante Lisa Says:

    Zitat aus obigen Artikel (Anm. Tantchen: Ergänzungen durch mich):

    Und doch ist so manche zwischenmenschliche Beziehung wegen der Rapefugeeflut in die Brüche gegangen. „Das Problem gab es derart ausgeprägt vorher nicht“, sagt Hammer. „Und ja, es belastet.“

    Das kann ich voll bestätigen! Teile meiner Familie betreibt aktive Unterstützung bei der Ansiedlung von Rapefugees. Teile meiner Familie sind Operateure in der Antifa. Allein das kleinesbischen Geschreibsel von mir im Netz im Einsatz für mein Vaterland wie das Bekenntnis zu selbigen ließ mich böse Überraschungen kosten.

  15. vitzli Says:

    tante lisa,

    mich hat es jahrzehntelange alte, vermeintlich tiefe freundschaften gekostet. ich teste das jetzt auch gezielt. ich will wissen, auf wen ich mich verlassen kann. auf „freundschaften“, die schon an der gesellschaftlichen spaltung scheitern, kann ich nämlich verzichten.

    an treffen mit (jahrzehntelang) befreundeten gutmenschen habe ich schon kein interesse mehr, seitdem ich festgestellt habe, daß die vollkommen diskussionsunfähig sind (gut/böse statt richtig/falsch). reine zeitverschwendung. ich versuche da auch niemanden mehr zu überzeugen. allerdings langweilen sie mich seitdem. alle wollen halt noch ein wenig „genießen“und konsumieren sinnlose produkte (inkl. sinnloser fern- und „kultur“reisen, von denen sie NICHTS mitbringen).

    ein paar mir wichtige verbleiben. so ist das eben.

  16. vitzli Says:

    franki,

    jaja, der hammer, lol. ein ganz besonders unsichtbarer, wenn ich mich nicht irre.

  17. Frankstein Says:

    Tyrion, das ist ein klassisches Beispiel für Expertenwissen, hier im Zusammenhang mit den “ Geflüchteten „.
    „Die niedrigeren Lebenshaltungskosten, billigere Mieten und eng verbundene Gemeinschaften auf dem Land sind die wichtigsten „Erfolgsfaktoren“ für die Neuankömmlinge zu integrieren, sagte Gudrun Kirchhoff, ein Experte für Flüchtlingsfragen beim Deutschen Institut für Urbanistik.“
    Ich bin immer bass erstaunt, wie sie mit wenigen Worten soviel Sondermüll reden können. Dank ALDI/LIDL/EDEKA/u.a sind die Lebenshaltungskosten überall im Lande gleich. Und ein Brot oder Kuchen kostet das gleiche wie in der Stadt, manchmal sogar mehr, wegen Handarbeit. Billigere Mieten wie in den prekären Stadtvierteln gibt es auch auf dem Lande nicht, in meiner Randgemeinde sind sie im letzten Jahr um 10 % gestiegen. Immer mehr Städter flüchten in die Randgebiete und puschen den Wohnungsmarkt. Eine eng verbundene Gemeinschaft- die gibt es immer noch-, bleibt den Zugezogenen meistens verschlossen. Es sein denn, man unterwirft sich weitgehend deren Regeln. Ich habe 30 Jahre in bäuerlichen Gemeinschaften gelebt und weiß, wovon ich spreche. Noch heute sprechen andere – deutsche- “ Flüchtlinge aus dem Osten von der fehlenden Willkommenskultur auf den Dörfern. Diese Experten sind total verrückt in ihrer kleinen Welt gefangen . Was uns fehlt ist der Generalist, der über den Tellerrand guckt und die Experten einnordet. In jedem Unternehmen hätten die Sprechverbot , um das Image der Firma nicht zu gefährden.
    Geflüchtete wird jetzt Teil der Neuen Ordnung, Flüchtling ist diskriminiernd und rassistisch. Wie Däumling, Frischling oder Setzling. Sagt eine Rassismus-Forscherin. Die ist nicht nur dumm, die versteht auch kein Deutsch. Flüchtlinge sind Menschen der eigenen Art, verwandt, verschwägert, genetisch verbunden , die aus der Ferne zurück ins Heimatland flüchten. So wie die Menschen früherer Zeiten aus den unbefestigten Randsiedlungen bei Gefahr in die Burg flüchteten. Asylanten wird auch verboten, weil es an Infiltranten und Okkupanten erinnert. Migranten geht garnicht, weil auch sie Heimkehrer sind. Und integrieren kann man nur Ähnliches oder Gleiches. Herrgott, wann schmeißt Du eigentlich Hirn vom Himmel ?

  18. Frankstein Says:

    Vitzli, das ist “ „“ Productive Procrastination “ . Dazu hatte ich ausführlich geschrieben. Und die Zeichen sehen wir überall. Im Deutschen nennen wir das “ Pfeifen im Walde „. Heute würde man mit Luther sagen = und wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch allen Freunden was simsen ! Mit Smily ! Ich beobachte das selbst bei mir, in Situationen großer Bedrängnis neige ich zu Ersatzhandlungen. Dagegen anzukämpfen erfordert heroische Anstrengungen. Die bis zum burn-out führen können. Ich schrieb einmal, dass die Zahl der Alzheimer-Kranken beständig steigt und Inkontinenz weit verbreitet ist. Da ist simsen, bumsen oder twittern noch vergleichsweise harmlos. Diese Gesellschaft hat keinen Widerstandswillen und flüchtet in die Virtualität. Aber Gesellschaften hatten den noch nie, es waren immer Einzelne, die sich aufrieben und dafür posthum fürchterlich geschmäht wurden. ( ich meine nicht Hotspot) Die Gesellschaft will keinen Streß, sie will MAOAM.

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