Ich bin wieder da – der Film. Ich und ein Buch.


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Von der Selbstkritik zur Filmkritik

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Eine Filmkritik über einen ungesehenen Film

Es gibt Filme, die kann man kritisieren, ohne sie gesehen zu haben. Aber ich schreibe ja ohnehin gerne über Dinge, von denen ich keine Ahnung habe, wie zB WELTlügenartikel, die ich gar nicht lese, gar nicht lesen muß.

Das Buch  „Ich bin wieder da“ habe ich mit sehr viel Genuß und binnen 2 Tagen ausgelesen. Eine erstklassische Satire zu einem historischen Milieu (aber mit eigentlich ganz anderen Themen), das  gemeinhin mit viel Abscheu sofort in die Tonne getreten wird.

Mich hat das Buch damals, kurz nach Erscheinen und nach flüchtigem Hereinblick in der Buchhandlung, sofort eingenommen, als ich las, wie Hitler, frisch erwacht und noch leicht nach Benzin riechend, eine Frau mit Hund dabei beobachtete, wie sie das Häufchen hinter dem Hund aufsammelte und sich dabei über den Geisteszustand der Dame und den gegenwärtigen Zustand der Psychiatrie, die die Dame offenbar übersehen hat, Gedanken machte. Nicht, daß ich es falsch finde, wenn der Scheißdreck von den Verursachern – nein, das ist nicht der Hund, sondern derjenige, der ihn zu der Scheißstelle führt! – entfernt wird. Aber Hitlers Gedanken haben etwas Erfrischendes zu dem modernen humanen Verhalten. Ich war fortan gebannt.

Natürlich sorgte ich mich sogleich um die Gesundheit des offenbar lebensmüden Verfassers des Machwerks. Gott sei Dank: eine Art heiliger Ausländer! Mir bis dato unbekannt, irgendwas mit Timor. Egal, ein Meister der Satire.

Was mich in den folgenden Wochen wunderte: Das Buch blieb trotz sofort erkennbarer Genialität unsichtbar. Niemand schrieb darüber, niemand erwähnte es, obwohl es sich wie blöd verkaufte. In vielen Regalen wurde es in der Schmuddelecke versteckt, zwischen Ladenhütern und grönländischer Pornografie.

Aber es wurde gekauft und gekauft. Und selbst nach vielen Monaten …. totgeschwiegen.

Es ist jedem denkenden Menschen klar: Die Feiglinge in den Feuilletons dieses Landes machten sich ins Redaktionshöschen.

Nach einigen Jahren plötzlich – offenbar hatte man sich auf den intellektuellen Zirkelparties vorsichtig umgehört – wurde das Buch allgemein hochgelobt. Zum Schießen. Man hatte offenbar GEMEINSAM die vollgeschissenen Windeln gewechselt.

Natürlich musste jetzt ein Film her. Ist ja lustig, har har, lachen jetzt offiziell erlaubt!

Ich verwette ungesehen einen virtuellen Schoko-Weihnachtsmann aus brauner Schokolade, daß es den genialen, lustigen Kulturhelden gelungen ist, das Buch als Trauerspiel zu verfilmen. Egal, dem Timor oder wie der heißt, sei die Kohle gegönnt …

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Nach der Artikelerstellung schaue ich mich ein wenig in den Feuillletons und der Filmkritik um.

Auf GMX schreibt ein billiger Lohn-Schmierant:

Angesichts der Flüchtlingskrise und der damit einhergehenden Stimmung hätte es kaum einen besseren Zeitpunkt für den Kinostart von „Er ist wieder da“ geben können. Denn am Ende des Films über Adolf Hitler im heutigen Deutschland bleibt man mit der unangenehmen Frage zurück: In was für einem Land leben wir, wenn ein psychopathischer Massenmörder nicht weiter negativ auffällt?

Gemeinsam mit Donald Trump schaue ich etwas ratlos auf die deutsche Regierung …..

…Als Hitler also durchs Land reist und sich die Sorgen und Nöte des Volkes anhört, werden fröhlich der Hitlergruß gezeigt, Selfies mit dem Führer gemacht und es wird eifrig zugestimmt, wenn er proklamiert, dass die vielen Ausländer das reine deutsche Blut verwässern. Auch vor Gewalt schrecken einige von Hitler angestachelte Anhänger der deutschen Fußballnationalmannschaft nicht zurück, als ein Punk gegen das geliebte Heimatland wettert.

Nach meiner Erinnerung kommt das IM BUCH überhaupt nicht vor.

…Es sind diese Sequenzen, die „Er ist wieder da“, die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Timur Vermes, zum vielleicht wichtigsten (aber auf alle Fälle sehenswerten) deutschen Film des Jahres machen; denn auf fast schon prophetische Weise zeigt er den Alltagsrassismus, der die aktuelle Flüchtlingsdebatte zum Pulverfass werden lässt. 

Der ungesehene Film entspricht exakt meinen Erwartungen.

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42 Antworten to “Ich bin wieder da – der Film. Ich und ein Buch.”

  1. Hessenhenker Says:

    Je länger Hitler tot ist, desto stärker wird der Widerstand gegen ihn.
    Und weil ich 1933 noch nicht als mein jetziges Ich gelebt hab‘,
    konnte ich meine Anti-Hitler-Partei erst jetzt gründen.

  2. vitzli Says:

    das versteht sich. widerstand muss reifen. wie guter wein, lol ….

  3. Hessenhenker Says:

    Nach dem Krieg waren ja alle schon immer dagegen gewesen.
    Nach dem Bucherfolg fanden es schon immer alle lustig.
    Wer zu spät kommt, darf bei den Medien verdienen.

  4. vitzli Says:

    „Nach dem Bucherfolg fanden es schon immer alle lustig.“

    so ist die menschliche seele.

    sie denkt nicht voraus, die seele. die arme.

  5. vitzli Says:

    mich beschäftigt frank´s idee mit der hilfsbereitschaft.

    meine – durchaus ausgeschweiften und umfassenden – erfahrungen mit menschen sind die, daß mindestens knapp die hälfte persönliche vollarschlöcher sind (dazu kommen etwa noch um die 45 % nette sympatische Voll- und Halbidioten) .

    mich umtreibt panisch der gedanke, daß ich jemandem von der falschen ersten hälfte helfe.

    Viele werden sagen, sooo schlecht ist der mensch gemeinhin nicht. naja, … vielleicht irre ich mich ja auch mal, lol.

    (wer das arrogant findet, dem sei gesagt, daß ich selber umgekehrt auch etwa 95% der menschen als Vollarschloch respektive Halb- oder Vollidiot gelte. :-D)

  6. Hessenhenker Says:

    Helfen ist noch schlimmer als Idioten wecken.
    Wenn es die Falschen helfend trifft.

  7. vitzli Says:

    das hat was.

  8. vitzli Says:

    ich sage ja, deswegen denke ich über franks äußerung nach. ich finde sie prima, aber dann wäre ich mir zuwider :-D

  9. vitzli Says:

    allgemein kann man jedenfalls feststellen, wenn eine gesellschaft mehr als 50,01 % arschlöcher hat, wird sie unmenschlich.

    vorhin wollte ich auf ard den film: „der vorleser“ gucken, im buch eine geniale konfliktbearbeitung mit ns-hintergrund, was kam stattdessen? „WIR“-Scheiße.

    vorher tatort, was kam? asylscheiße! die scheißen uns zu mit dem müll, lol.

  10. Hessenhenker Says:

    99 % der refugees-welcome-Jubler, die ich bisher kennenlernte, sind nicht bereit für ein welcome-visum für meinen Schatz zu unterschreiben.
    Ich hab also garnix dagegen, wenn es DIESE Leute beim Kopfabschneiden trifft.

  11. vitzli Says:

    ich habe meinen letzten kommentar noch ergänzt und bettele geflissentlich um freundliche beachtung, lol.

    deinen zorn verstehe ich bestens.

  12. vitzli Says:

    vielleicht gibt es auch 99% arschlöcher.

  13. Hessenhenker Says:

    Schland wird zur Fäkalokratie.

  14. vitzli Says:

    das haste schöön gesacht! die herrschaft der scheißhaufen, lol

  15. Hessenhenker Says:

    Ich kann ja nichts dafür, ich bin nur der Überbringer der Botschaft.

  16. vitzli Says:

    ich lese gerade ne richtige filmkritik …. seufz …lol

  17. Hessenhenker Says:

    Guck halt bei youtube die 5 Trailer.
    Meistens hat man damit alle guten Stellen gesehen.
    Falls es welche gibt.

  18. vitzli Says:

    nö. ich gucke gerade, wieviele juden mitspielen.

  19. vitzli Says:

    über den regisseur david sonstwas:

    wikiblödia:

    Erfolg war Wnendt mit seinem Abschlussfilm an der Filmhochschule, Kriegerin (2011), beschieden. Das Drama handelt von einem rechtsradikalen Mädchen aus Ostdeutschland (dargestellt von Alina Levshin), das sich durch die Bekanntschaft mit einem Mädchen aus bürgerlichem Haus (Jella Haase) und einem jugendlichen Flüchtling aus Afghanistan (Sayed Ahmad Wasil Mrowat) zur mutig-sensiblen Humanistin wandelt. Eigenen Angaben zufolge war der Auslöser für das Drehbuch ein Fotoprojekt Wnendts, dass ihn 1998/99 in die Lausitz und nach Sachsen-Anhalt geführt und mit dortigen Jugendlichen in Kontakt gebracht hatte: […] „das Leben dieser Jugendlichen war krass anders, als ich es gewohnt war. Viele waren da offen rechts, aber ganz normal im öffentlichen Leben integriert.“, so Wnendt,[1] der insgesamt eineinhalb Jahre für seinen Film recherchierte.[6] Er ließ sich dabei u. a. von der Soziologin Michaela Köttig beraten, die eine Dissertation (Lebensgeschichten rechtsextrem orientierter Mädchen und junger Frauen, 2004) zu dem Thema verfasst hatte. Wnendt lief bei rechten Demos mit und besuchte entsprechende Jugendclubs in Brandenburg. Über einschlägige Dating-Plattformen kam er in Kontakt mit rechtsextremen Frauen und zeichnete die Interviews mit ihnen teilweise auf.[7]

    fängt vielversprechend an, heißt david und befasst sich sehr mit rechts, aber anscheinend wenig mit satire, lol

  20. Hessenhenker Says:

    Na ja, Leonard Nimoy war für die Rolle halt grad nicht frei!

  21. vitzli Says:

    der LügenSTERN:

    Doch Wnendt, vielgelobter Macher des Films «Kriegerin» über die Neonazi-Szene und der Skandalverfilmung «Feuchtgebiete», wäre nicht Wnendt, würde er die Vorlage nicht um einige Volten weiterdrehen. Zwar macht auch bei ihm der wiedererwachte Hitler eine atemberaubende Karriere als TV-Star, weil die Menschen ihn als einen begnadeten, politisch abgedrehten Comedian sehen. Doch der Film hält vor allem dem Publikum einen Spiegel vor.

  22. vitzli Says:

    berben … bei dem namen klingelte es aber auch. sowie bei riemann.

  23. vitzli Says:

    die macher brauchen doch ein alibi. wenn genug juden mitmachen, gilts.

  24. vitzli Says:

    Martin Moszkowicz und Oliver Berben (die Produzenten)

    beides juden.

  25. vitzli Says:

    zu katja riemann in der jüdischen allgemeinen (anscheinend doch keine jüdin):

    Wie eine Podiumsdiskussion zum Thema Rassismus nicht ablaufen sollte, konnte man am Dienstag dieser Woche in der Berliner Akademie der Künste lernen. „Wie steht es um die ethische Verfassung Deutschlands?“ lautete die Frage. Moderator Thomas Roth (ARD) hatte andere allerdings andere Prioritäten: „Ich muß Fußball gucken.“
    Der Rest des Podiums war nicht besser. Die Schauspielerin Katja Riemann zum Beispiel. Ihr Mittel gegen Rassismus: „Zivilcourage als Schulfach statt Biologie.“ Außerdem erzählte sie von ihren vielen tollen Reisen „nach Kongo, Ruanda oder so.“

    aber schulfach „zivilcourage“ statt biologie sagte auch viel. also eher dumm als jüdisch. das passende blondchen.

  26. Hessenhenker Says:

    Ruanda oder so?
    Gleich nebenan war idi Amin oder so.
    Der afrikanische Franz Josef Strauß.
    Oder war’s was mit Hitler?

  27. vitzli Says:

    meine filmkritik des ungesehen filmes trifft jedenfalls nach dem zitat im lügenSTERN gewiss zu.

    Doch Wnendt, vielgelobter Macher des Films «Kriegerin» über die Neonazi-Szene und der Skandalverfilmung «Feuchtgebiete», wäre nicht Wnendt, würde er die Vorlage nicht um einige Volten weiterdrehen.

    damit ist schon alles gesagt. lol.

  28. vitzli Says:

    man sagte dem schwarzen strauss aber nach, daß er opfer gegessen hätte. also dem … wie soll ich jetzt sagen, dem wirklich schwarzen … also dem migrant … nee, war er ja nich. also dem nich- csu-mitglied

  29. vitzli Says:

    ich guck keine trailer, so viel stolz muss sein. meine filmkritik ist von keinerlei sachkenntnis getrübt. das soll auch so bleiben, lol.

  30. Hessenhenker Says:

    Wie alt bist Du?
    War Goebbels mal Dein Chef?
    Der hat seinen Schreiberlingen die Anweisung gegeben, sich nicht sachkundig zu machen, denn ohne Sachkenntnis ließe sich viel besser polemisieren.

  31. vitzli Says:

    in der lügenwelt wird produzent berben als „von einem jüdischen stiefvater erzogen“ bezeichnet. dabei ist die mutter jüdin. so viel zur verschleierungstechnik.

  32. vitzli Says:

    henker,

    da ist was dran.

    aber ich warte immer darauf, daß mich jemand widerlegt. da kommt nie was.

    ich irre mich ziemlich selten. im zweifelsfall schreibe ich nämlich lieber nichts. mein zeug „sitzt“.

  33. Frankstein Says:

    „denn auf fast schon prophetische Weise zeigt er den Alltagsrassismus, der die aktuelle Flüchtlingsdebatte zum Pulverfass werden lässt. “ Da kann ich nur hoffen, dass es sich um eine selbsterfüllende Prophezeiung handelt. Und wenn ich hoffen kann, kann auch Deutschland hoffen. Wie weit der Alltagsrassismus schon geht, zeigt das Bekenntnis eines bislang unverdächtigen Zeitungsmoderators im heutigen WK. Er berichtet von Sorgen und leichten Ängsten, die ihn neuerlich beschleichen, wenn er auf dem Weg zum Bahnhof von Horden schwarzer Jugendlicher “ intensiv “ gemustert wird. Oder wenn er sich auf dem Weg zum angesagten “ Viertel “ durch “ Flüchtlingsgruppen quälen muss. Da kann einem das Bier schon aufstoßen. Dabei holt er nur nach, was die “ Rassisten “ ihm voraus haben, den unmittelbaren Kontakt mit der Bereicherung des täglichen Lebens. Seine Welt war bisher “ Meisenfrei“ und Flüchtlinge kamen nur in den Abendnachrichten vor. Nun scheint ihm zu dämmern, dass er künftig selber in den Nachrichten erscheinen könnte. Im Übrigen befindet er sich bald in guter Gesellschaft, die “ Meisenfrei-Zone “ wird massiv belagert. Genau auf der Grenze gutbürgerlicher Wohlfühlzone wurden just zwei Hotels zu Flüchtlingsunterkünften “ umgewidmet „. Wobei die Hotelbesitzer ein gutes Gefühl äußern, was ich ihnen nicht verdenken kann. Hatte doch der eine jahrelang gegen einen beabsichtigten Puff auf dem Nachbargrundstück geklagt. Nun kann er selber einen betreiben. Die Sozialsenatorin findet den Standort ideal, weil er zur Brücke für die Invasion in die Gutbürger-Wohngebiete dient. Als würde das Tierheim in der Fußgängerzone Kampfhunde freilaufen lassen, damit sich Hunde und Fußgänger ausgiebig beschnüffeln können. Unter dem Motto = “ Fußgänger, wollt ihr ewig leben !“ Der Alltagsrassismus wird ungeahnte Höhen erreichen und das ist gut so.

  34. Frankstein Says:

    „Viele waren da offen rechts, aber ganz normal im öffentlichen Leben integriert.“
    Vielleicht genügt das als Hilfestellung , Vitzli/Hessenhenker. Beim Umgang mit den Hilfsbedürftigen, meine ich. Ich habe aus meiner „auf-rechten“ Einstellung nie ein Hehl gemacht. Denn Rechts hat nichts mit der Verortung in der Fläche zu tun ( rechts/links) sondern mit der Aufrichtigkeit. Was allerdings fatale Folgen haben kann, wenn der Kopf so hoch getragen wird. Man denke an deutsche Weisheiten, das Kreuz aufrichten/ den Kopf riskieren/ Brust rausdrücken usw. Die Masse ist immer bestrebt, den Aufrechten zu köpfen.
    Termiten bauen keine Hochhäuser, sie zerstören sie. Zur Aufrichtigkeit gehört nicht nur der aufrechte Gang, sondern Rede und Handeln muss damit im Einklang stehen. Weiß ist Weiß, Schwarz ist Schwarz. Freunde sind Freunde, Fremde sind Fremde. Ohne wenn, ohne aber, gestern/heute/morgen. Die Welt ist übersichtlich und die Frage nach falschen Freunden stellt sich überhaupt nicht. Wer nicht für mich ist, ist gegen mich. Zugegeben , es gibt Grauzonen, die sich aber relativ schnell klären lassen. Ein – einigermaßen symphatischer -pensionierter Studienrat verriet mir, er habe ein Fahrrad für Flüchtlinge gestiftet. Ich sagte ihm , er sei ein Volksverräter, was ohne erkennbare Reaktion blieb. Ich vermute Ironie dahinter, mein Freund wird er dennoch nicht. Man treibt keine Scherze mit Entsetzen. Eine alte Dame erzählte stolz, sie habe neue Bettwäsche einer „armen“ Polin in der Nachbarschaft geschenkt. Ich fragte sie, warum sie die „Arme“ nicht gleich in ihre Wohnung aufgenommen habe und heute bin ich ihr einziger Vertrauter. Der Weg zum Vertrauen verläuft über nonverbale und verbale Kommunikation. Wenn ich helfen kann, tu ich es , wenn es falsch war, steig ich wieder runter von der Ente, irren ist menschlich. Ich bin nicht käuflich, nicht mit Geld oder guten Worten. Allenfalls könnte ein Blick in grüne Augen mich schwankend machen , kommt Gott sei Dank nur selten vor. Ich habe nur einen einzigen Rat, sei wie Du bist, verstell Dich nicht, ändere Dich nicht und Du wirst Dich vor Hilferufen nicht retten können. Und das sollten wir uns wert sein.

  35. ebbes Says:

    vitzli,

    seitdem sich die Riemann auf dem Roten Sofa bei „DAS“ derart aggressiv daneben benommen hat, ist die Alte bei mir unten völlig durch.

    Was die hier so von sich gibt, ist bei der völlig normal :

    Ihr Mittel gegen Rassismus: „Zivilcourage als Schulfach statt Biologie.“ Außerdem erzählte sie von ihren vielen tollen Reisen „nach Kongo, Ruanda oder so.“

    Ich würde mich nicht wundern, wenn die sich im Kongo, Ruanda von den Negerlümmeln hat durchv… lassen.
    Jetzt muß sie deshalb ja nicht mehr extra nach Afrika fliegen. Steht alles vor der Haustür.

  36. ebbes Says:

    Daß die Berben Jüdin ist, ist mir bekannt.
    Den Erzeuger von ihrem Olli verheimlicht sie bis heute. Möglicherweise hat sie einen trifftigen Grund hierfür.
    Sie hat lange mit einem Juden zusammengelebt.

  37. vitzli Says:

    frank,

    man steht nur noch fassungslos mittendrin und fragt sich, was größer ist, die chuzpe der volksverräter oder die völlige verblödete dummheit seiner deutschen mitbürger.

  38. vitzli Says:

    frank,

    sich selber treu zu bleiben ist sicher keine einfache sache für jemanden, der eingebettet ist zwischen beruf, nach lebensteilhabe hungernder familie und abzuzahlenden hauskredit. ein widerspruch zur unzeit und das mühsam austarierte lebensgebäude fällt um. ich glaube, die meisten kämpfen sich irgendwie mühsam durchs lebensgebirge, bald noch mühsamer, da ihnen noch millionen refutschies aufgebürdet werden. von charakterlich gegen geld und macht verbogenen verrätern am eigenen volk.

    schilderungen wie deine im vor-komm von dem moderator lese ich mit freude, zeigen sie doch, daß ENDLICH die ersten aufwachen und dem häppi wellkamm – gesülze etwas etwas etwas kritischer gegenüberstehen. dieser elende dummkopf hat gewiß noch vor wenigen wochen alles als nazi beschimpft, was geredet hat wie er heute mit – durch eigene dummheit – verzögerter wahrnehmung.

    aber der riesenschaden für die deutschen ist bereits angerichtet, auch wenn er noch nicht zu sehen ist, wie ein bösartiger, unaufhaltsam wachsender tumor im anfangsstadium.

  39. vitzli Says:

    ebbes,

    laut wiki war sie sogar mit 2 juden liiert. daß sie das selber nicht so rausposaunen will mit dem judentum verstehe ich, es ging mir aber besonders um die verschwurbelte formulierung „wurde von einem jüdischen stiefvater erzogen“. danach wäre er kein jude. typische verdrehung, denn da seine mutter jüdin ist, ist er unmittelbar jude.

    unbesehen vermute ich ganz sicher, daß hitler in dem film zur witzfigur deklassiert wird. das buch hingegen vermeidet das und haut eigentlich ausschließlich das beknackte umfeld in die pfanne.

  40. Hessenhenker Says:

    Warum sollte eine Schauspielerin das nicht rausposaunen, wenn sie Jüdin ist?
    Die Käßmann posaunt doch auch raus, daß sie Christin ist, obwohl sie Bischöffin war.
    Und ich sorge jetzt täglich für peinliche Reaktionen, wenn ich den Leuten in die Ohren posaune daß ich jetzt Jude bin, auch wegen der Religionsfreiheit. Das verhalten der leute ist ähnlich wie im Film „Er ist wieder da“.

  41. vitzli Says:

    in einem land, in dem unsinn zu sinn umdefiniert wurde, werden die widersprüche zwischen ideologie un wirklichkeit irgendwann so groß, daß es zwangsläufig zu peinlichen reaktionen kommen muss.

    irgendwann werden dann schläge statt argumente verteilt. das überzeugt letztlich immer.

  42. Frankstein Says:

    Vitzli, ehrlich gesagt, wüßte ich nicht, wie ich heute als 20-jähriger mein Leben gestalten würde. Vielleicht würde ich in ein Shaolin-Kloster ziehen – wo man lernt Eisenstangen mit den Händen zu biegen-, oder ich würde Tunnelreiniger, um das Elend nicht sehen müssen. Keinesfalls würde ich die Augen verschließen oder gar alles toll finden. Ich bin in allem Elend der Nachkriegszeit aufgewachsen und in allem Elend haben sich die allermeisten Menschen einen Rest Würde bewahrt. Alte Frauen lebten in ihren zerstörten Häusern ohne Strom und Wasser und wenn Besuch kam, wurde das gute Kaffeegeschirr aufgetischt. Die Brotsuppe wurde mit dem Löffel gegessen und nicht geschlürft. Ihre überlebenden Männer kehrten in das Haus zurück und bauten es mit eigenen Händen wieder auf. Niemand kam auf die Idee, in ein gelobtes Land auzuwandern. Und kein Mann hätte Frau und Kinder alleine im Dreck gelassen. Das prägt für ein ganzes Leben. Aber ich weiß wirklich nicht, wie man ohne eine derartige Prägung lebt. Und ehrlich gesagt, ich will es auch nicht wissen. Die tonangebende Generation muss ihre ganz persönliche Niederlage vor Augen haben, erst dann werden aus Pflugscharen wieder Schwerter.

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