NSU-Prozess No. 2 (Gerichtlicher Kniefall eingetreten) Ich habe eine Wette gewonnen. Und bin unglücklich damit …


Die Türken haben ihren festen Presseplatz im NSU-Prozeß bekommen. Das meldet BILD heute. Das Gericht in München ist von seinen Regeln abgewichen, noch viel schneller als ich vermutet hatte, um den Erwartungen der Öffentlichkeit, nein, der Politik und interessierter türkischer Kreise gerecht zu werden.

BILD hat seinen Platz mit der türkischen Presse getauscht, was nach den Regeln unzulässig ist. Gibt eine Zeitung ihren Platz auf, so rückt der nächstangemeldete  (No. 51) nach. Hürriyet stand jedoch erst auf Rang 68. Einen Tausch sehen die Regeln nicht vor und so lehnte das Gericht ein paar Stunden lang den Kniefall vor der „Öffentlichkeit“ ab. (1)

Ein fairer Prozeß kann schon jetzt nicht mehr erwartet werden.

Ein Gericht, das von seinen Regeln abweicht, um den Erwartungen der Bundeskanzlerin, die sich für eine „Lösung“ eingesetzt hatte, bzw. der türkischen „Öffentlichkeit“ gerecht zu werden, wird auch im Urteil zu der „erwarteten Entscheidung“ kommen. Keine Frage.

Nachdem unsere Demokratie irgendwo in Brüssel in einem schwarzen Loch verschwunden ist, wird nun der Rechtsstaat zielgerichtet zerbröselt …

Gewettet habe ich vor nur 2 Tagen hier:

Bekanntlich hat die türkische Presse im NSU-Prozeß dümmlich verpennt, rechtzeitig einen Logenplatz beim Gericht zu beantragen. Nun jault sie herum und will eine Sondernummer. Die türkische Presse.

Die deutsche Regierung möchte gerne aus politischen Gründen in den Prozeß eingreifen und initiiert. Bischen blöd, daß Gerichte hierzulande unabhängig sind. Angeblich. Unabhängig.

Ich wette: Das Gericht knickt ein.  Spannend wird nur die Frage, WIE  sie es machen.

Und dann knickt es auch im Übrigen ein!

https://vitzlisvierter.wordpress.com/2013/03/28/nsu-prozes-no-1-die-grose-wette-wird-ein-hohes-deutsches-gericht-fur-verschlafene-turken-seine-regeln-andern/

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(1) Vor noch 4 Tagen meldete die TZ:

Das Angebot der „Bild“-Zeitung, zugunsten der türkischen Tageszeitung „Hürriyet“ auf ihren Platz verzichten, dürfte laut Gericht an den Akkreditierungsbedingungen scheitern. Gerichtssprecherin Margarete Nötzel sagte, ein solcher Tausch sei nicht möglich. Jeder Journalist müsse namentlich sowie für das Medium akkreditiert sein. Eine Nachmeldung sei nicht möglich. „Wir können nicht im Nachhinein die Akkreditierungsbedingungen ändern.“

TZ-Online

Doch, können sie. Die Türken und die Medien müssen nur laut genug schreien. Warum soll das beim Urteil dann anders sein?

Meinem Wettpartner antwortete ich jetzt:

die lage ist offensichtlich schlimmer, als du sie dir vorstellen konntest. jetzt gibt es beim biegen und brechen kein halten mehr. es wird auch sonst getan, was die türkei, die medien und die kanzlerin erwarten.

das gute daran ist, daß man jetzt weiß, was von dem gericht zu halten ist. es hat bereits vor beginn der verhandlung auf seine “unabhängigkeit” verzichtet.

Der heute gewonne virtuelle Osterhase ist auf der Stelle in meinen Magen zu beamen!  :-D

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Eine Antwort to “NSU-Prozess No. 2 (Gerichtlicher Kniefall eingetreten) Ich habe eine Wette gewonnen. Und bin unglücklich damit …”

  1. Robin Says:

    Das war keine faire Wette! Man konnte im linksgrünversifften DE
    darauf warten, dass es soweit kommt.
    Wie dann das Urteil ausfallen wird, kann man genauso wetten.

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